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Review: Asus Transformer Prime – Teil 1
Erster Eindruck
Das ASUS-Tablet kommt in einer schicken kompakten Verpackung daher – viel findet man dort nicht. Das Tablet, ein USB-Ladekabel sowie eine Erweiterung, mit der man das Tablet über die normale Steckdose aufladen kann. Außerdem eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte und ein spezielles Tuch, mit dem man das Tablet reinigen kann.
Beim Einschalten erwarten einen die üblichen Standardeinstellungen, die zu tätigen sind. Wenn das fertig ist, hat man den Startbildschirm vor sich. Sehr klassisch, schlicht und nicht überfüllt. Das Tablet ist zu Beginn mit etwa 30-40% aufgeladen, so dass man direkt loslegen kann. Das switchen zwischen den einzelnen Desktops ist unproblematisch – keine Ruckler oder ähnliches.
Der Startbildschirm ist bereits mit einigen Widgets ausgestattet – dem Wetter/Datum-Widget sowie dem E-Mail-Widget. Unten findet man von Haus aus einige Apps. Diese sind der Browser, Youtube, Kamera, Galerie, SuperNote, Musik, Android-Market und Google-Mail. Weiter Rechts, wenn man in den nächsten Desktop geht, findet man unten weitere Apps – darunter Polaris Office, Maps, Places und Einstellungen. Ganz am Ende ist die nVidida TegraZone für Spiele zu finden, über die man teilweise gratis nette Spiele für das Tablet herunterladen kann.
Oben auf auf dem Desktop hat man einen Button zur Google-Suche und zur Spracheingabe – auf der anderen Seite gibt es einen Button, mit dem man alle Apps aufrufen kann sowie einen +-Button, um weitere Widgets und Apps auf den Desktop zu holen.
Den Standard-Desktop seht ihr im Folgenden.
Das Tablet wirkt wirklich schön und edel. Es ist recht flach – genaue Angaben gibt es weiter unten. Definitiv sieht es cool und stylisch aus, außerdem liegt es gut in der Hand.Details zur Hard- und Software
Wie bereits angedeutet, hat das Transformer Prime noch Android 3.2.1 installiert. Mit dem OS werden wir auch weiterhin arbeiten und u.U. erst gegen Ende auf eine neuere Version aktualisieren.
Das Asus Transformer Prime hat einen nVidia Tegra 3-SOC mit 1.4 Ghz pro Kern – dabei handelt es sich, wie die meisten schon wissen, um einen Quadcore-Prozessor, er hat also 4 Kerne, die maximal mit 1.4 Ghz getaktet werden können.
Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 1 GB – um genau zu sein 966 MB. Der interne Speicher ist in unserem Fall 64 GB groß, er lässt sich weiterhin mittels microSD erweitern. Das Modell mit 32 GB ist ebenfalls im Handel erhältlich.
Das 10.1 Zoll große IPS+-Display mit Corning GorillaGlas hat eine Auflösung von 1280 x 752 Pixeln – laut Android System Info. Laut Hersteller sind es 1280×800 Pixel.
Vorne findet man eine 1.3 MP-Kamera, die sich hervorragend für Webtelefonie eignet. Auf der Rückseite ist eine wesentlich bessere 8 MP-Kamera, mit der man recht gute Fotos und Videos in 1080p machen kann – dazu gibt es später einige Informationen mehr.
An Anschlussmöglichkeiten findet man, wie erwähnt microSD, so dass man den internen Speicher noch erweitern kann – außerdem microUSB sowie micro HDMI. Ein 2-in-1 Audiojack ist auch dabei.
Die Maße des Tablet sind 263 × 180.8 × 8.3mm bei einem Gewicht von etwa 586 Gramm.
Die komplette Liste der Hardwarespezifikationen findet man direkt bei ASUS oder Notebooksbilliger.de.
Benchmark-Ergebnisse
Wir haben natürlich auch einige Benchmarks durchlaufen lassen, um grob zu zeigen, wie die Leistung des Tablets ist. Natürlich wurde der Prozessor oder ähnliches nicht übertaktet – so dass nur das normale Tablet bewertet wird.
Bedienbarkeit – Musik hören – Videos schauen – Surfen
Die nächste wichtige Kategorie ist der Alltagsgebrauch. Wie schon erwähnt gibt es bei der Bedienbarkeit absolut keine Probleme – in unserem Test hat das Prime mit Android 3.2.1 in keinem Fall geruckelt. Es lässt sich intuitiv bedienen, selbst für jemanden, der noch nie ein Tablet oder Smartphone in der Hand gehabt hat. Das habe ich an meinem Vater getestet – guter alter Nokia 6410-Nutzer. Im übrigen war er sehr angetan von der GPS-Funktion und der Integration von GoogleMaps und Google StreetView.
Das Tablet über USB sofort am PC (Windows 7) erkannt und man kann fleißig Dateien hin- und herziehen. Hier haben wir eine große AVI-Datei, einige Musikstücke mit VBR sowie eine PDF-Datei, die aus der Uni kommt und diverse suspekt anmutende Zeichen der Mathematik enthält. Für Studenten ist es immer wichtig, dass ein Tablet absolut kein Problem mit solchen Dateien hat. Scripte werden allgemein – zumindest bei uns – als PDF an die Studenten verteilt und diese können sie dann weiterverwenden, ausdrucken oder eben auf dem Tablet lesen.
Musik hören
Hier hat das Prime absolut kein Problem – sei es mit Kopfhörern oder über die Stereo-Lautsprecher, die eine recht gute Qualität haben. Klar ist, dass man hier kein Teufel- oder Bose-Sound erwarten darf und sollte. Aber für ab und an mal laut Musik hören recht es vollkommen aus und ich muss zugeben, dass die Lautsprecher des Transformer Primes besser sind, als die Lautsprecher in meinem Notebook. Letzteres hat Dolby Home Theater/Virtual Surround Sound. Im Vergleich hätte ich mich definitiv für das Tablet entschieden.
Die Software, die auf dem Tablet mitgeliefert wird, ist simpel und funktioniert gut. Und wird vielen vollkommen ausreichen – aber sicher nicht den Leuten, die viele Ordner haben mit unterschiedlichen Dateien darin. Hier ist die Software recht umständlich. Die Ordner werden zwar erkannt, aber nicht die Dateien darin.
Das sollte aber kein Problem sein, im Android-Market gibt es duzende gute Media Player, die die Ordner-Funktion unterstützen und mit denen man sich das Leben leichter machen kann.
Videos anschauen
Eher schaut man sich auf einem Tablet Videos an, als das man Musik hört. Hier konnte das Tablet eine AVI-Datei schonmal nicht abspielen. So etwas kannte ich schon von anderen Geräten, auch hier ist es empfehlenswert auf andere Apps zu setzen. MX-Videoplayer erweist sich immer als zuverlässig – auch bei mkv-Dateien.
Viel gibt es hier nicht zu berichten, es wurden einige verschiedene Film-Dateien (mkv & avi) getestet und alle haben funktioniert – sowohl Sound- wie auch Videowiedergabe. Es gab keine Ruckler.
Dokumente/PDF lesen
Auch hier überzeugt mich das Transformer Prime – mit der Anwendung “MyLibrary” kann man alle möglichen Dokumente öffnen und lesen. Das Rendern ist recht schnell, sogar bei vielen verschiedenen Symbolen, Grafiken und Zeilen. Sollte man auch von einem Tablet mit Quadcore-SOC erwarten dürfen. An der MyLibrary-App gefällt mir besonders, dass man dort problemlos mit einem Zeichenwerkzeug im Dokument wichtige Passagen und Stellen markieren kann.
Für Studenten und Schüler definitiv eine nette Geschichte – unter Umständen gibts auch hier bessere Apps, beispielsweise den Adobe Reader, aber gebraucht wird er nicht unbedingt. Die Lösung von ASUS ist zuverlässig und funktioniert gut. Auf dem Screenshot links sieht man so eine Seite einer 160 Seiten-großen PDF-Datei mit eigenen Markierungen in Orange.
Websurfen
Ein Hauptgrund, warum viele ein Tablet kaufen, ist die Tatsache oder deren Meinung, dass sie vom Bett oder Sofa aus damit bequem surfen können. Das stimmt sicherlich auch.
Mit der installierten Browser-App funktioniert das Surfen problemlos, die Websites werden recht schnell geladen. Dank der Multitouch-Fähigkeit und dem Zoom mit zwei Fingern, kann man problemlos und schnell jede Stelle einer auch großen Website erreichen, vergrößern und lesen. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch.
Wem der normale Browser nicht gefällt der kann natürlich via Android-Market eine andere App dafür installieren – Opera Mini wäre beispielsweise eine nette Möglichkeit.
Gaming
Wer sich ein Tablet kauft, das einen Quadcore-SOC hat, der will damit sicherlich auch mal spielen. Ich habe einige Spiele aus der nVidia TegraZone ausprobiert. Darunter Soulcraft THD und Riptide.
Bei allen Spielen hatte man mit der Performance absolut kein Problem – man kann damit sicherlich ab und an mal Zocken, wenn langeweile vorherrscht und nichts anderes zu tun ist. Trotzdem kann man ein Tablet als Gaming-Gerät nicht mit einer Konsole oder einem PC vergleichen.
Die Auswahl an Gratisspielen sowie nicht kostenlosen Spielen ist recht groß – für jeden ist hier etwas dabei. Bei Actionspielen, in denen man viel laufen muss, viel machen muss, muss man sich definitiv an die Steuerung gewöhnen.
Ich bin an sich schon kein Gamer mehr – ab und an spiele ich recht gerne ein Spiel. Das wars dann aber auch.
Daher will ich nicht sagen, dass man mit einem Tablet so keinen Spaß haben kann. Aber was schon beeindruckend ist, ist die Grafikleistung des nVidia-Prozessors. Die Grafikeffekte bei einigen Spielen sind schon phänomenal – da macht das Ansehen alleine schon Spaß.
Sprachsteuerung
Zu Beginn habe ich die Sprachsteuerung schon erwähnt. Ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Es funktioniert super – ob man es mit Siri von Apple vergleichen kann, das weiß ich nicht. Aber das, was man dem Tablet flüstert wird problemlos erkannt und vorgeschlagen. So erspart man sich beispielsweise lange Suchbegriffe bei Google einzugeben.
Mit verschiedenen Begriffen – beispielsweise “ansteuern” – kann man das Tablet eine passende Route vom aktuellen Aufenthaltsort, der via GPS bestimmt wird, zum Zielpunkt berechnen und anzeigen lassen. Mit vielen Straßen funktioniert das ohne Probleme. Wenn der Straßenname etwas komplizierter ist, dann kann es schon das ein oder andere Problem geben. Beispielsweise hat sich Google mit der Spracheingabe: “Am Triftpark 60 ansteuern” schwer getan.
An sich erkennt die Sprachsteuerung die einzelnen Wörter ohne Probleme, nur die Google Navigation macht da nicht mit. Hier würde ich aber nicht meckern, zumal sich die Navigation im Beta-Status befindet und ich ein Tablet nie als Navi-Gerät verwenden würde.
Alles in allem ist es natürlich ein recht nettes Feature.
Kamera und Videoaufnahme
Das Transformer Prime hat auch zwei Kameras – die Frontkamera ist recht uninteressant, sie eignet sich für Webtelefonie und ähnliches. Viel interessanter ist da die Kamera auf der Rückseite, sie hat 8 MP, Autofokus und LED-Blitz. Vorab – man darf hier keine Wunder erwarten. Wer perfekte Bilder und Videos haben will, der kauft eine Spiegelreflexkamera und einen passenden Camcorder. Die Kamera in einem Tablet ist ein Feature.
Die Fotoqualität ist trotzdem recht gut. Viel dazu muss man nicht sagen. Im Folgenden gibt es drei Beispiel-Fotos, die mit dem Prime gemacht wurden. Alle vier Bilder wurden mit höchstmöglicher Qualität aufgenommen – das Seitenverhältnis wurde zu 16:9 gewählt. Alle Funktionen, zum Optimieren der Bilder sind aktiviert worden.
Nun ein kurzes Video in 1080p – weitere werden noch folgen:
Docking-Station
Wer viel mit dem Tablet arbeiten will, dem sei die Docking-Station dafür empfohlen. Damit kann man aus dem Tablet sozusagen ein Notebook bzw. eher ein Netbook machen. Dafür hat man eine physische Tastatur, die auf jeden Fall besser ist, wenn man lange Texte schreiben muss.
Diese kostet natürlich nochmal extra. Hier muss man leider sagen, dass die Docking-Station vom ersten Transformer-Tablet NICHT zum neuen passt. Das heißt, dass man, falls man das alte Tablet hat, auch die Docking-Station neu kaufen muss. Hier hätte ASUS auf die zusätzlichen Dollar verzichten können.
Die Docking-Station zum Prime hatten wir leider nicht mit dabei, daher können wir dazu wenig sagen.
Fazit
Das ASUS Transformer Prime weiß zu beeindrucken und ist aktuell sicherlich das beste und leistungsstärkste Tablet auf dem Markt. Display, Leistung, Software sind sehr gut – obwohl Android 3.2 installiert ist, hatten wir keine Probleme. Würden wir uns zum aktuellen Zeitpunkt für ein Tablet entscheiden müssen, wäre es auf jeden Fall das Asus Transformer Prime – zum Glück stehen wir nicht vor dieser Entscheidung.
Zu bemängeln gibts natürlich auch was – das Tablet hat kein 3G und es wird auch keine 3G-Version vom Prime veröffentlicht. Jedenfalls nicht in den nächsten paar Monaten. Tablets sind mobile Geräte, und mobil bedeutet für uns, dass man überall das Teil mitnimmt und es ordentlich nutzen will – und dazu ist das Internet nötig, doch nicht überall ist ein WiFi-Netz zu finden.
Wechselt man von Quer- zu Hochformat, geschieht das allerdings ein wenig langsam – mich persönlich hat es nicht gestört, aber es ist mir aufgefallen.
Die nächsten Tage…
Das sind die ersten Eindrücke und Tests des ASUS-Tablets. In den nächsten Tagen werde ich einige Tests im Alltag machen, ich werde versuchen damit zu Bloggen – ohne die Docking-Station. Einige weitere Fotos und Videos werden erscheinen.
Auch die Akkulaufzeit werden wir einige Tage beobachten und schauen, wie oft man so als Ottonormal-User das Tablet aufladen muss.
Außerdem lassen wir momentan das Tablet auf Android 4.0.3 aktualiseren sowie das von ASUS ausgelieferte Kamera-Firmwareupdate installieren.
Alles weitere werden wir dann in einem neuen Artikel veröffentlichen und hier nochmals auf diesen Artikel hinweisen.
Das ASUS Transformer Prime wurde uns freundlicherweise von Notebooksbilliger.de zur Verfügung gestellt – ein großes Dank dafür.
Zu guter letzt einige weitere Bilder, die ich mit meiner Kamera von der Verpackung, dem Tablet etc. aufgenommen habe – um den ersten Eindruck nochmals zu verbessern.
Im folgenden noch die Übersicht zu allen Review-Teilen:
Teil 1: Erster Eindruck, Hardware, Kamera
Teil 2: Blogging mit dem Tablet
Teil 3: Alltag, Gaming, GPS, Akkulaufzeit
Teil 4: Fazit
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