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Physik: Erste Anzeichen für ein Multiversum


Physik: Erste Anzeichen für ein Multiversum USA Urknall Universum Sprache Physik Den Artikel

(C) Stephen M. Feeney et al. | "First Observational Tests of Eternal Inflation."

Die Theorie gibt es länger. Es gibt nicht nur ein Universum, in dem wir leben. Sondern es gibt viele weitere Universen, rein theoretisch unendlich. Diese Theorie ist die Theorie vom Multiversum. Beweise dafür gab und gibt es keine, aber erste Anzeichen dafür. Wissenschaftler aus Kanada, den USA und Großbritannien haben in der so genannten kosmischen Hintergrundstrahlung Anzeichen gefunden, dass es eventuell mehrere Universen gibt.

Bei näherer Untersuchung dieser Strahlung fanden sie 4 “Prellungen”, die statistisch sehr unwahrscheinlich sind und darauf hindeuten, dass unser Universum bisher 4 Mal mit einem anderen zusammengestoßen ist. Die Forscher sagen jedoch selbst, dass diese Ergebnisse nochmal untersucht und bestätigt werden müssten. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass diese Prellungen nichts mit anderen Universen zu tun haben, kann man daraus trotzdem lernen und eventuell weitere interessante Informationen zu unserem Universum erfahren.

Jedoch würde diese Entdeckung zu einer Entdeckung passen, die der renommierte Physiker Roger Penrose gemacht hat. Dieser hat konzentrische Kreise mit einer niedrigeren Temperatur als sie durchschnittlich existiert in der kosmischen Hintergrundstrahlung gefunden. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass unser Universum sich nicht bis ins Unendliche ausbreitet sondern sich irgendwann zusammenzieht – bis zur Singularität – anschließend passiert wieder der “Big Bang” und es breitet sich aus. Irgendwann geht der Prozess von vorne los.

Einen ausführlicheren und vermutlich wissenschaftlicheren Artikel gibt es in englischer Sprache auf physorg.com. Den Artikel der Forscher findet man auf arxiv.org – wie immer eigentlich!

Ich selbst bin davon überzeugt, dass unser Universum nicht das einzige ist. Ich persönliche sehe eine Art Symmetrie in allem. Wir können immer besser in die mikroskopische Welt hineinschauen, immer weiter herein. Wir analysieren die kleinsten Teilchen und sehen, dass sie vermutlich aus noch kleineren bestehen. Wir bestehen aus Molekülen, die wiederum aus Atomen, die wiederum aus Quarks und wer weiß, aus was Quarks bestehen. Wenn man in die andere Richtung schaut, sieht man Planeten, dann Sonnensysteme, anschließend Galaxien und am Ende das Universum. Und dann? Eventuell gibt es einfach mehr Universen, die dann noch etwas größeres Bilden. Ein Riese, nennen wir ihn spaßeshalber Gott, der technisch viel weiter fortgeschritten ist, als wir es uns je vorstellen können, untersucht seine Welt. Dort sieht er ebenfalls Teilchen, das könnten unsere Universen sein. Er untersucht sie weiter und findet heraus, dass diese aus noch kleineren Teilchen bestehen, unseren Galaxien. Nun ist er aber mit seiner Technik am Ende und kann nicht weiter untersuchen, aus was die Galaxien bestehen. Das klingt vielleicht verrückt und total abgedreht, aber man weiß es einfach nicht.

Quelle: physorg.com, arxiv-Paper

Kommentare(2)

  1. #1 by Oli on 18. December 2010 - 09:06

    Ich selbst würde es auch wenig überraschend finden, wenn es mehrer Universen gibt. Allein die Annahme, dass es nur eines gibt, zeigt einen manschlichen Grundzug. Wir glauben generell im Mittelpunkt zu stehen.

    Schließlich dachte man zunächst auch, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei. Inzwischen wissen wir, dass die Erde zwar ein besonderer, aber sicherlich kein außergewöhnlicher Planet in einem durchschnittlichen Sternensystem ist.

    Die interessante Frage ist eigentlich: Was kommt nach dem Multiversum? Gibt es noch höher gegliederte Einheiten oder ist hie Schluss?

    • #2 by tech-blog.net on 18. December 2010 - 10:28

      Die Ameise weiß auch nicht, dass es noch Galaxien und Sonnensysteme gibt. Vielleicht geht es einfach weiter und und weiter, es könnte immer etwas größeres geben.

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Über den Autor

Phlow-Autor Damian S.
Damian hat TechBlog Anfang 2010 gegründet und schreibt seitdem fast täglich mehrere News. Er studiert Energie- und Prozesstechnik an der Technischen Universität Berlin.
Damians Hobbys sind natürlich das Bloggen aber auch Programmieren, Lesen und wenn es die Zeit zulässt, das Reisen. Außerdem liebt Damian Technik und Gadgets.

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Dieser Artikel wurde am 17.12.2010 um 18:02 Uhr geschrieben und veröffentlicht.
Er wurde in den Kategorien Trend, Wissenschaft abgelegt.

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