(C) Slashgear

Lamar Smith: Erst SOPA und PIPA, dann “H.R. 1981″ + Kommentar

Lamar Smith: Erst SOPA und PIPA, dann H.R. 1981 + Kommentar vds Überwachung SOPA PIPA Lamar Smith Kinderpornographie Europa BREIN Blogger ACTA

(C) Slashgear

Wer die Sache mit SOPA und PIPA verfolgt hat, gesehen hat, wieviele Menschen gegen diese Gesetze sind, der weiß auch, dass diese Proteste bei weitem nicht ausreichen und es unter anderem auch Zeit wird, dass wir Europäer anfangen etwas zu machen. Hierzulande gibt es nämlich ähnliche Vorhaben – diese nennen sich nur ACTA und BREIN – und werden teilweise auch von den Amerikanern gepushed.

SOPA und PIPA sind ja erstmal vom Tisch – ERSTMAL. Das ganze hat sich höhstens nach hinten verschoben und vermutlich kommt es in einem Jahr wieder mit einem neuen anderen Namen, der nichts mehr mit SOPA o.ä. zu tun hat.

Ein gutes Beispiel ist ein anderes Vorhaben vom Erfinder von SOPA – dieses hat er klugerweise nicht schön und informativ benannt. Es nennt sich “H.R. 1981″. Na kann damit jemand etwas anfangen? Sicher nicht.

H.R. 1981 nutzt das Thema Kinderpornographie als Rechtfertigung – genauso, wie SOPA Warez etc. als Rechtfertigung genutzt hat. Im letzten Fall hat das FBI außerdem bewiesen, dass SOPA unnötig ist, in dem sie schnell MegaUpload runtergenommen haben.

Wie dem auch sei – der Internet Service Provider(ISP) wird mit Hilfe von H.R. 1981 dazu gezwungen werden für mindestens 18 Monate zu protokollieren, was ihr im Internet sucht, was ihr mit eurer Kreditkarte kauft, was ihr allgemein finanziell im Internet macht,… schön, oder? Natürlich verdachtsunabhängig.

Aktuell ist es so, dass ein Richter erlauben muss, dass solche Maßnahmen bei einem Verdächtigen ergriffen werden – das ist bestimmten Kreisen aber nicht genug. Es soll auf Vorrat gespeichert werden – man muss schließlich immer einen Grund haben, jemanden wegzusperren.

Witzig in dem Zusammenhang das Gesetz bzw. einige Zeilen darin – man merkt hier direkt, dass ein Sesselpupser am Werk war:

“(2) that records retained pursuant to section 2703(h) of title 18, United States Code, should be stored securely to protect customer privacy and prevent against breaches of the records.”

Keine Sorge liebe Amerikaner und bald auch Europäer – eure Daten werden natürlich sicher gespeichert und kein Hacker der Welt kann darauf zugreifen.

Jeder weiß ja, wie die Geschichte oft genug ausgeht – und in solchen Fällen ist das sogar gut so. Die Inkompetenz des Staates muss uns leider immer wieder auf brutale Art und Weise vorgeführt werden.

Es ist auch erstaunlich, in vielen westlichen Staaten versuchen die Regierungen irgendwelche Gesetze auf die Beine zu stellen, die dafür sorgen, dass noch mehr Daten von uns bei allen möglichen Gelegenheiten gespeichert werden – verdachtsunabhängig. Bald wird man sich gar nichts mehr trauen – und das ist das Ziel. Gutes Beispiel ist die Neonazi-Datei. Passend dazu ein Kommentar von Isabel Schayani (WDR) (via Schockwellenreiter.de).

Passend dazu: Amerikanische Journalisten, Blogger, Social-Network-User (Twitter vor allem),… werden vom DHS überwacht – Washington weiß bescheid und hat abgesegnet. Ist das in Ordnung? Nein, das ist es nicht. Wichtige Zitate dazu via Fefe:

“Washington has written permission to collect and retain personal information from journalists, news anchors, reporters or anyone who uses “traditional and/or social media in real time to keep their audience situationally aware and informed.”

und weil das nicht genug ist:

“…the website “Fast Company” reports that the NOC Monitoring Initiative has been in play since at least early-2010 and that the data is being shared with both private sector businesses and international third parties.”

Quelle: slashgear.com

Show Comments

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>