Kontaktlinsen der Zukunft: Bilder direkt auf der Netzhaut

Kontaktlinsen der Zukunft: Bilder direkt auf der Netzhaut Zukunft Technik PDF HDMI

(C) SENSIMED.ch

Forscher der University von Washington arbeiten an extrem kleinen und halbdurchsichtigen LEDs, die in Kontaktlinsen integriert werden können. Bisher haben es die Forscher geschafft auf diesen Mini-Displays rote und blaue Pixel anzeigen zu lassen. Noch fehlen die grünen Pixel, daran wird noch gearbeitet. Ist dieser Schritt geschafft, wird man in der Lage sein auf diesen kleinen Displays alle Farben anzuzeigen.

Wie schon erwähnt, sollen die Displays durchsichtig sein. Wenn man sie also ausschaltet, kann man perfekt hindurchschauen und merkt nicht, dass sie da sind. Wie diese kleinen Displays mit Energie und den Daten, die das Bild erzeugen, versorgt werden, darüber haben sich die Forscher ebenfalls Gedanken gemacht und gute Lösungen gefunden. Die Stromquelle wird man irgendwo am Körper bei sich tragen, kabellos wird die Energie dann an die Linse “geschickt”. Genauso kommen auch die Daten zur Linse. Das bedeutet, dass die Technik, die dafür nötig ist, in der Linse integriert wird – wie denn sonst – per HDMI wird wohl schlecht sein.

Bereits jetzt gibt es Kontaktlinsen, die in der Lage sind den Glukose-Level von Diabetikern, zu überwachen. Die Ergebnisse werden kabellos an einen externen Empfänger verschickt und der Diabetiker kann entsprechend reagieren. Funktionieren tut das ganze, weil der Glukose-Level in Tränenflüssigkeit direkt proportional zu dem im Blut ist.

In Zukunft, wenn die Forscher in der Lage sein werden, LED-Arrays auf eine Kontaktlinse zu packen, wird man Filme, Internet-Videos und ähnliches direkt sehen können… und man kann dabei sogar die Augen schließen. Interessant ist auch der Einsatz im Bereich Augmented Reality – nützliche Informationen über z.B. Sehenswürdigkeiten oder andere Daten – beispielsweise die Uhrzeit – werden immer im Blickfeld sein. Navigationssysteme, die dort integriert sein könnten, würden es nicht mehr nötig machen, regelmäßig auf den Display zu schauen, der irgendwo abseits des Lenkers zu finden ist. Studenten könnten, während der Vorlesung die Vorlesungsfolien direkt auf das Auge bekommen.
Einsatzmöglichkeiten für solche Kontaktlinsen gibt es zu Haufe.

Wann es soweit sein wird, darüber kann man nur spekulieren. Aber irgendwann wird es möglich sein und das Auge, dass man aus Terminator-Filmen kennt, wird zur Realität.

Hersteller der oben genannten Kontaktlinse, die den Glukose-Level misst, ist SENSIMED – auf der Homepage des Herstellers findet man diverse interessante Details zu der Technik, die hinter solchen Kontaktlinsen steckt. In der PDF zu dieser speziellen Kontaktlinse, gibt es noch mehr Informationen. Für alle Interessierten absolut lesenswert.

Quelle: newscientist.com

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  • Linsenguide sagt:

    Da bleibt mir eigentlich nur zu sagen…. wie geil ist das denn?!

    Ich wette Google bringt die erste Kontaktlinsen-App raus.

    RealStreetView – from Home direct in your eyes :)

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